THG-Quote E-Auto beantragen: Anleitung 2026 mit Fristen

Wer ein reines Elektroauto fährt, lässt jedes Jahr Geld liegen, wenn er die THG-Prämie nicht beantragt. Diese Anleitung erklärt den Weg vom Fahrzeugschein bis zur Auszahlung, Schritt für Schritt und ohne Fachchinesisch. Der Zeitdruck ist echt: Bei den meisten Anbietern endet die Annahme für das Quotenjahr 2026 am 31. Oktober 2026, beim Umweltbundesamt selbst am 15. November 2026. Wer jetzt noch wartet, riskiert, die Prämie für das ganze Jahr zu verlieren. Gleichzeitig lohnt sich ein genauer Blick auf die Bedingungen, denn die Höhe der Prämie ist nicht staatlich festgelegt, und manche Verträge laufen länger als ein Jahr, wenn man nicht aufpasst.

Die gute Nachricht zuerst: Der Antrag dauert in der Regel nur wenige Minuten. Sie brauchen keinen Termin bei einer Behörde, keinen Papierantrag und keine Nachweise über gefahrene Kilometer oder geladene Strommengen. Was zählt, ist der Eintrag als Halter in der Zulassungsbescheinigung Teil I, also im Fahrzeugschein. Ein Foto oder ein Scan davon reicht bei den meisten Anbietern aus. Der Rest läuft über einen Dienstleister, der viele Anträge bündelt, beim Umweltbundesamt einreicht und die Quote an ein quotenverpflichtetes Unternehmen verkauft. Von diesem Verkaufserlös bekommen Sie Ihren Anteil als Prämie ausgezahlt, abzüglich der Provision des Anbieters.

Diese Anleitung richtet sich an private Halterinnen und Halter eines reinen Elektroautos. Sie gilt genauso, wenn das Auto geleast ist oder gebraucht gekauft wurde, solange Sie als Halter eingetragen sind. Für Firmenwagen und betriebliche Fahrzeuge gelten bei der Steuer andere Regeln, darauf gehen wir weiter unten gesondert ein. Auch E-Motorräder, E-Transporter und manche Leichtfahrzeuge können grundsätzlich berechtigt sein, wenn sie zugelassen sind und die übrigen Voraussetzungen erfüllen. Plug-in-Hybride sind dagegen nicht berechtigt, auch wenn sie zeitweise elektrisch fahren.

Table of Contents

Kurzantwort

Kurzantwort: Wählen Sie einen Anbieter, laden Sie ein Foto der Zulassungsbescheinigung Teil I hoch, geben Sie Ihre Bankverbindung an und treten Sie die Quote nur für 2026 ab. Der Anbieter reicht den Antrag beim Umweltbundesamt ein, das die Strommenge bescheinigt. Danach wird die Quote verkauft und die Prämie ausgezahlt, meist nach mehreren Monaten.

Was ist die THG-Quote überhaupt?

Die Abkürzung THG steht für Treibhausgasminderungsquote. Dahinter steckt eine gesetzliche Pflicht für Unternehmen, die Benzin und Diesel in Deutschland verkaufen. Sie müssen die Treibhausgasemissionen ihrer Kraftstoffe Jahr für Jahr senken. Das steht in § 37a des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG). Wer die Vorgabe nicht allein durch seine eigenen Kraftstoffe schafft, kann anrechenbare Mengen zukaufen, zum Beispiel die Strommenge, die in reinen Batterieelektrofahrzeugen geladen wird.

Genau hier kommen Sie ins Spiel. Für Ihr E-Auto wird eine pauschale Strommenge angerechnet, nicht Ihr tatsächlicher Verbrauch. Sie müssen also keine Ladeprotokolle führen und keine Kilometerstände melden. Die Anrechnung läuft über die 38. BImSchV, die Verordnung zur Durchführung der THG-Quote. Entscheidend ist: Pro Fahrzeug und Verpflichtungsjahr kann die Strommenge nur einmal bescheinigt werden. Das verhindert, dass dieselbe Einsparung zweimal verkauft wird, und es ist der Grund, warum Sie Ihre Quote pro Jahr nur einmal und nur an einen Anbieter abtreten sollten.

Die Quote selbst ist kein staatlicher Zuschuss und keine Förderung im klassischen Sinn. Das Umweltbundesamt zahlt Ihnen kein Geld aus. Es prüft und bescheinigt die Strommenge. Das Geld kommt vom Markt: Ein Mineralölunternehmen oder ein anderer Quotenerpflichteter kauft das Zertifikat, um seine Pflicht zu erfüllen. Ihr Anbieter sitzt dazwischen, bündelt viele Fahrzeuge und handelt den Preis aus. Deshalb schwankt die Prämie mit Angebot und Nachfrage, und deshalb unterscheiden sich die Angebote der Anbieter teils deutlich.

Ein Beispiel macht das Prinzip greifbar: Sie fahren elektrisch und verursachen beim Fahren vor Ort keine Abgasemissionen. Rechnerisch spart Ihr Auto gegenüber einem fossilen Referenzwert Emissionen ein. Diese rechnerische Einsparung wird in ein Zertifikat übersetzt. Das Zertifikat kauft ein Unternehmen, das sonst eine Strafe oder teurere Maßnahmen in Kauf nehmen müsste. Sie bekommen einen Teil des Kaufpreises. So einfach ist die Kette, auch wenn die Berechnung im Hintergrund mit Faktoren, Referenzwerten und Strommix-Werten arbeitet.

Für die Berechnung 2026 werden laut aktuellen Marktübersichten zwei Größen herangezogen: eine pauschale Strommenge von 2.000 Kilowattstunden Ladestrom pro E-Auto und Jahr sowie ein vom Umweltbundesamt bekannt gemachter Emissionswert für den deutschen Strommix von 119 Kilogramm CO₂-Äquivalent pro Gigajoule für 2026. Diese Werte bestimmen zusammen mit der gesetzlichen Minderungsquote und dem Anrechnungsfaktor, wie groß die verkaufbare Minderung pro Fahrzeug ausfällt. Sie müssen diese Formel nicht selbst rechnen, aber sie erklärt, warum die Prämie steigt, wenn die gesetzlichen Anforderungen strenger werden oder der Strommix sauberer wird.

Wie hoch ist die THG-Quote 2026? Die gesetzlichen Vorgaben steigen

Laut Finanztip müssen Unternehmen, die Benzin und Diesel verkaufen, im Jahr 2026 mindestens 12 Prozent CO₂ einsparen, 2027 steigt die Quote deutlich auf 17,5 Prozent. Das langfristige Ziel liegt bei 65 Prozent Einsparung im Jahr 2040. Je höher die Pflicht, desto größer ist grundsätzlich die Nachfrage nach anrechenbaren Mengen. Das ist einer der Gründe, warum die Prämie 2026 wieder deutlich höher liegt als in den schwachen Jahren davor.

Die Prämie selbst ist nicht staatlich festgelegt. Sie bildet sich am Markt. Für 2026 nennt Finanztip auf Basis von Verivox-Daten vom 14. Oktober 2026 eine Prämie von rund 350 Euro. Auch ohne Neukundenbonus seien aktuell hohe Prämien von über 300 Euro möglich. Andere Marktübersichten nennen für gute Angebote ebenfalls mehr als 300 Euro, mit Spitzenwerten bis zu 425 Euro. Wer einen Anbieter mit sofortiger Auszahlung wählt, bekommt in der Regel weniger, dafür schneller Geld. Wer wartet, bis das Zertifikat bescheinigt und verkauft ist, kann mehr bekommen, muss aber Geduld mitbringen.

Ein ehrlicher Rückblick hilft bei der Einordnung: Marktberichte sprechen für die Einführungsjahre ab 2022 von Prämien um 250 bis 400 Euro, für 2024 von einem Einbruch zeitweise in Richtung 50 Euro und für 2025 von nur etwa 100 Euro. Dass 2026 wieder rund 350 Euro möglich sind, ist also keine Garantie für die Zukunft, sondern eine Momentaufnahme eines Marktes, der sich durch strengere Regeln und den Wegfall fragwürdiger Anrechnungen verändert hat. Finanztip führt als Gründe unter anderem strengere Anrechnungskriterien seit 2026 an, darunter das Ende der doppelten Anrechnung mancher Biokraftstoffe und den vollständigen Ausschluss von Palmöl. Auch dürfen für 2025 und 2026 nur Zertifikate aus dem jeweiligen Jahr angerechnet werden, alte Zertifikate lassen sich nicht mehr übertragen. Das erhöht die Nachfrage nach aktuellen, sauberen Zertifikaten.

Rechnen Sie deshalb nicht mit einem festen Betrag, bis Sie ein konkretes Angebot mit garantierter Summe vor sich haben. Werbung mit „bis zu“ ist keine Zusage. Was zählt, ist der garantierte Betrag im Vertrag, und ob er auch dann gezahlt wird, wenn der Verkauf des Zertifikats schlechter läuft als erwartet. In der folgenden Tabelle sehen Sie die Größenordnung, mit der Sie 2026 planen können, ohne sich auf eine einzelne Werbeaussage zu verlassen.

JahrEinordnung der Prämie für ein E-AutoWas dahinter steckte
2022Rund 250 bis 400 Euro laut MarktberichtenStart der Prämie für private E-Auto-Halter
2024Zeitweise nur rund 50 EuroMarkteinbruch, unter anderem durch fragwürdige Biokraftstoff-Zertifikate
2025Etwa 100 EuroWeiter schwacher Markt vor der Regelverschärfung
2026Rund 350 Euro, gute Angebote über 300 Euro, Spitzen bis etwa 425 EuroStrengere Anrechnung, höhere Minderungsquote von 12 Prozent, nur Jahrgangszertifikate

Diese Zahlen sind Richtwerte aus Marktübersichten, keine Zusage für Ihr Fahrzeug. Anbieter, Fahrzeugklasse und Prämienmodell verändern den Betrag. E-Pkw sind der Standardfall. Für andere Fahrzeugklassen gelten eigene Pauschalen. Lassen Sie sich den garantierten Betrag schriftlich geben, bevor Sie den Fahrzeugschein hochladen.

Wer hat Anspruch auf die THG-Prämie?

Anspruch hat grundsätzlich, wer als Halter eines reinen Batterieelektrofahrzeugs in der Zulassungsbescheinigung Teil I eingetragen ist. Es zählt der Halter, nicht der Eigentümer und nicht der Fahrer. Das hat drei praktische Folgen, die viele Antragsteller erst beim Ausfüllen merken.

Halter, nicht Eigentümer oder Fahrer

Wenn Sie das Auto fahren, aber ein Familienmitglied als Halter eingetragen ist, kann nur dieses Familienmitglied den Antrag stellen. Umgekehrt können Sie den Antrag stellen, auch wenn Sie das Auto selten selbst fahren, solange Sie als Halter eingetragen sind. Der Anbieter prüft den Fahrzeugschein, nicht den Führerschein und nicht den Kaufvertrag.

Leasing: Ja, wenn Sie Halter sind

Bei vielen Leasingverträgen sind Sie als Leasingnehmer auch als Halter eingetragen. Dann können Sie die THG-Quote beantragen. Prüfen Sie aber Ihren Leasingvertrag: Manche Verträge regeln, dass die Quote dem Leasinggeber zusteht oder dass Sie sie nicht selbst vermarkten dürfen. Wenn der Vertrag nichts dazu sagt und Sie Halter sind, spricht aus Sicht der Antragspraxis nichts gegen einen Antrag. Wenn der Leasinggeber als Halter eingetragen ist, liegt der Anspruch bei ihm, nicht bei Ihnen. Im Zweifel fragen Sie kurz beim Leasinggeber nach, bevor Sie einen Antrag stellen, der später abgelehnt wird.

Gebraucht gekauft: Vorsicht bei bereits vergebener Quote

Ein gebrauchtes E-Auto kann die Quote für das laufende Jahr schon vergeben haben. Pro Fahrzeug und Jahr ist nur eine Bescheinigung möglich. Wenn der Vorhalter die Quote für 2026 bereits beantragt hat, kann der neue Halter für dasselbe Jahr nicht noch einmal beantragen. Der Vorhalter ist nach der 38. BImSchV verpflichtet, den Käufer über eine bereits erfolgte Meldung zu informieren. Verlassen Sie sich trotzdem nicht allein darauf: Fragen Sie den Verkäufer vor dem Antrag ausdrücklich, ob die THG-Quote für das laufende Jahr schon vergeben wurde, und lassen Sie sich die Antwort am besten schriftlich geben. Das Umweltbundesamt gibt Haltern auf Anfrage keine Vorab-Auskunft, ob für ein Fahrzeug schon eine Bescheinigung vorliegt. Diese Lücke müssen Sie über den Verkäufer schließen.

Welche Fahrzeuge zählen, welche nicht?

  • Berechtigt: Reine Batterieelektrofahrzeuge (BEV), also E-Pkw, E-Transporter und grundsätzlich auch E-Motorräder und manche zugelassenen Leichtfahrzeuge.
  • Nicht berechtigt: Plug-in-Hybride, klassische Hybride ohne Stecker, Verbrenner, Erdgas- und Wasserstoffautos im Sinne der reinen Batterie-Regel.
  • Sonderfall E-Roller: Ein kleiner Roller mit Versicherungskennzeichen reicht in der Regel nicht. Wer eine echte Zulassung beantragt hat, kann je nach Fahrzeugklasse anders dastehen. Prüfen Sie die Angaben Ihres Anbieters zur Fahrzeugklasse, bevor Sie Unterlagen hochladen.
  • Freiwillig zugelassene Fahrzeuge: Manche E-Roller und Kleinstfahrzeuge, die nur freiwillig zugelassen sind, sind nach aktuellen Anbieterhinweisen nicht antragsberechtigt. Auch hier gilt: Fahrzeugklasse und Zulassungsart entscheiden, nicht der Antrieb allein.

Wie groß die Gruppe der Berechtigten inzwischen ist, zeigt eine Zahl des Kraftfahrt-Bundesamtes: Laut KBA waren zum 1. Januar 2026 erstmals mehr als zwei Millionen reine Elektro-Pkw in Deutschland zugelassen, genau 2.034.260 Fahrzeuge. 2017 waren es noch 34.022. Das ist fast das 60-Fache in neun Jahren, und die Millionengrenze wurde erstmals 2023 überschritten. Wer die Prämie noch nicht beantragt hat, gehört damit zu einer schnell wachsenden Gruppe, in der viele Halter jedes Jahr neu entscheiden, ob sie die Quote selbst vermarkten oder verfallen lassen.

thg quote e-auto beantragen anleitung: Schritt für Schritt zum Antrag

Der Antrag läuft fast immer vollständig online. Die folgenden Schritte funktionieren bei den meisten Anbietern gleich, auch wenn die Buttons und Formulare anders heißen. Nehmen Sie sich zehn Minuten Zeit, und halten Sie den Fahrzeugschein bereit.

Schritt 1: Anbieter vergleichen, bevor Sie etwas hochladen

Vergleichen Sie mindestens drei Angebote. Achten Sie nicht nur auf die beworbene Höchstsumme, sondern auf den garantierten Betrag, das Prämienmodell und die Vertragslaufzeit. Finanztip empfiehlt im eigenen Test das Vergleichsportal Verivox wegen der großen Auswahl, der Aktualität und der Filtermöglichkeiten. Ob Sie ein Vergleichsportal oder direkt einen Anbieter nutzen, ist zweitrangig. Wichtig ist, dass Sie die Bedingungen lesen, bevor Sie Ihre Daten abgeben. Ein Anbieterwechsel ist nach der Einreichung für dasselbe Jahr in der Regel nicht mehr möglich.

Schritt 2: Registrieren und Fahrzeugschein hochladen

Sie registrieren sich mit Name, E-Mail-Adresse und Bankverbindung und laden ein Foto oder einen Scan der Zulassungsbescheinigung Teil I hoch. Viele Anbieter verlangen beide Seiten des Fahrzeugscheins. Achten Sie darauf, dass Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN), Kennzeichen und Halterangaben gut lesbar sind. Ein unscharfes Foto ist einer der häufigsten Gründe für Rückfragen und Verzögerungen. Laden Sie keine Originale ein und schicken Sie den Fahrzeugschein nicht per unverschlüsselter E-Mail an eine Adresse, die Sie nicht geprüft haben. Der Upload im Kundenkonto des Anbieters ist der übliche Weg.

Schritt 3: Prämienmodell und Laufzeit bewusst wählen

Wählen Sie das Modell, das zu Ihrer Geduld und Ihrem Risiko passt. Und begrenzen Sie die Abtretung ausdrücklich auf das aktuelle Kalenderjahr, also 2026, wenn Sie im nächsten Jahr neu vergleichen wollen. Manche Verträge verlängern sich sonst automatisch oder umfassen stillschweigend auch das Folgejahr. Wenn das Formular keine klare Auswahl für nur ein Jahr anbietet, schreiben Sie dem Anbieter nach der Anmeldung eine kurze Nachricht und lassen Sie sich die Begrenzung auf 2026 bestätigen. Das ist der wichtigste Einzelschritt, um sich die Wahlfreiheit für 2027 zu erhalten.

Schritt 4: Prüfung durch den Anbieter und Einreichung beim Umweltbundesamt

Der Anbieter prüft Ihre Unterlagen, bündelt sie mit anderen Anträgen und reicht sie beim Umweltbundesamt ein. Das Amt prüft die Angaben und bescheinigt die Strommenge. Diese Prüfung dauert, und die Bearbeitungszeiten sind bei hoher Nachfrage länger. Rechnen Sie damit, dass zwischen Antrag und Auszahlung mehrere Monate vergehen können. Das ist normal und kein Grund zur Sorge, solange Sie eine Auftragsbestätigung erhalten haben und der Status im Kundenkonto nachvollziehbar ist.

Schritt 5: Verkauf der Quote und Auszahlung

Nach der Bescheinigung verkauft der Anbieter das Zertifikat an ein quotenverpflichtetes Unternehmen. Erst danach, oder bei Garantie-Modellen nach der Bescheinigung, wird Ihre Prämie ausgezahlt. Bei Express-Modellen zahlen manche Anbieter schon innerhalb weniger Tage, weil sie den Betrag vorstrecken. Dafür ist die Summe niedriger, und der Anbieter trägt das Vorfinanzierungsrisiko. Prüfen Sie bei jedem Modell, wann genau gezahlt wird: direkt nach der Bescheinigung, nach dem Verkauf oder sofort. Diese drei Zeitpunkte sind nicht dasselbe, und sie stehen in den AGB, nicht in der Werbung.

Wenn Sie nach Monaten nichts hören, prüfen Sie zuerst den Status im Kundenkonto und Ihre E-Mails, auch den Spam-Ordner. Fragen Sie dann schriftlich beim Anbieter nach, und nennen Sie Kennzeichen und Antragsdatum. Ein Anruf hilft manchmal schneller, aber eine schriftliche Nachfrage lässt sich später belegen. Wenn der Antrag abgelehnt wurde, weil für Ihr Fahrzeug schon eine Bescheinigung vorliegt, können Sie für dasselbe Jahr keinen zweiten Antrag stellen. Wenn er abgelehnt wurde, weil Unterlagen unleserlich waren, können Sie in der Regel korrigierte Unterlagen nachreichen oder, solange noch keine Bescheinigung vorliegt, bei einem anderen Anbieter neu einreichen.

Fristen 2026: Bis wann müssen Sie beantragen?

Die Fristen sind das, was diesen Artikel im Oktober 2026 so dringlich macht. Es gibt zwei Fristen, die Sie nicht verwechseln dürfen: die Frist Ihres Anbieters und die Frist des Umweltbundesamtes.

FristWas sie bedeutet
31. Oktober 2026Annahmeschluss bei den meisten Anbietern für das Quotenjahr 2026
7. November 2026Annahmeschluss bei einzelnen Anbietern, zum Beispiel geld-fuer-eAuto.de laut aktuellen Angebotsseiten
15. November 2026Letzter Tag, an dem die Strommengen für 2026 beim Umweltbundesamt gemeldet werden können (§ 8 Abs. 1 Nr. 2 der 38. BImSchV)
28. Februar des FolgejahresAndere Frist für öffentliche Ladepunkte, nicht für das private E-Auto

Für Sie zählt in der Praxis die frühere Frist Ihres Anbieters. Der Anbieter braucht Zeit, um Ihre Unterlagen zu prüfen und gebündelt einzureichen. Wenn Sie erst am 15. November anfangen, ist es bei fast allen Anbietern zu spät. Reichen Sie den Antrag deshalb spätestens in der letzten Oktoberwoche ein, besser noch früher. Und tragen Sie sich den Termin für das nächste Jahr gleich ein: Auch 2027 müssen Sie die Quote neu beantragen. Es gibt keine automatische Verlängerung, die Ihnen die Prämie sichert, außer Sie haben eine solche Verlängerung ausdrücklich vereinbart, was wir gerade nicht empfehlen.

Kann man die THG-Quote rückwirkend beantragen?

Nein, nicht für vergangene Jahre. Eine Nachmeldung für zurückliegende Jahre schließt das Umweltbundesamt aus. Sie können die Quote immer nur für das laufende Quotenjahr beantragen. Wer 2025 versäumt hat, kann 2025 nicht mehr nachholen. Wer 2026 noch rechtzeitig dran ist, sollte die Tage bis zum Annahmeschluss nutzen. Für öffentliche Ladepunkte gelten andere Fristen, aber das betrifft private E-Auto-Halter nicht. Verwechseln Sie die beiden Wege nicht, wenn Sie im Netz Fristen vergleichen.

Was passiert beim Verkauf des Autos im laufenden Jahr?

Wenn die Strommenge für Ihr Fahrzeug bereits bescheinigt wurde, gilt das Jahr für dieses Auto als verbraucht. Der neue Halter kann für dasselbe Jahr nicht mehr melden. Als Vorhalter müssen Sie den Käufer über eine bereits erfolgte Meldung informieren. Das ist nicht nur fair, sondern nach der 38. BImSchV vorgesehen. Umgekehrt sollten Sie als Käufer diese Information einfordern, bevor Sie selbst einen Antrag stellen. So vermeiden Sie eine Ablehnung und unnötige Wartezeit.

Anbieter-Vergleich: Festbetrag, Kombi, Risiko oder Express?

Die Anbieter unterscheiden sich nicht nur im Preis, sondern im Risiko. Wer nach einer thg quote e-auto beantragen anleitung sucht, sollte deshalb zuerst das Modell verstehen und erst dann den Preis vergleichen. Die vier Modelle, die Sie am häufigsten sehen, funktionieren so:

ModellSo funktioniert esFür wen es passtWorauf Sie achten müssen
Festbetrag / GarantieSie bekommen einen festen Betrag, unabhängig vom VerkaufserlösWer Planungssicherheit willGarantierter Betrag im Vertrag, nicht nur in der Werbung
KombiMindestbetrag garantiert, bei gutem Verkauf gibt es mehrWer Sicherheit mit einer Chance nach oben verbinden willHöhe des Mindestbetrags und Bedingungen für den Aufschlag
Risiko / variabelSie bekommen einen Prozentsatz des Verkaufserlöses, etwa 80 oder 90 ProzentWer auf einen hohen Marktpreis spekulieren willKein garantierter Betrag, längere Wartezeit möglich, Finanztip rät von diesem Modell ab
Express / SofortauszahlungGeld innerhalb weniger Tage, Anbieter streckt den Betrag vorWer das Geld sofort brauchtNiedrigere Summe, Bedingungen für die Vorfinanzierung

Finanztip empfiehlt das Modell mit fester Prämie, auch „Garantie“ genannt, weil Sie von Anfang an wissen, welchen Betrag Sie erhalten. Als Alternative nennt Finanztip ein Kombi-Angebot mit garantiertem Mindestbetrag. Vom reinen Risiko-Modell rät Finanztip ab, weil Sie dort das Verkaufsrisiko allein tragen. Diese Empfehlung deckt sich mit einer einfachen Regel aus der Praxis: Wenn Sie die Prämie als festen Zuschuss zu Ihren Autokosten sehen, brauchen Sie keine Spekulation. Wenn Sie spekulieren wollen, sollten Sie das bewusst tun und den möglichen Ausfall einkalkulieren.

Achten Sie außerdem auf drei Punkte, die in der Werbung selten stehen: Erstens, ob die Auszahlung direkt nach der Bescheinigung durch das Umweltbundesamt erfolgt oder erst nach dem Verkauf des Zertifikats. Im zweiten Fall können Sie leer ausgehen, wenn der Verkauf scheitert. Verbraucherfreundlich ist die Auszahlung nach der Bescheinigung, unabhängig vom späteren Verkauf. Zweitens, ob ein Neukundenbonus enthalten ist. Den gibt es in der Regel nur einmal pro Anbieter und Fahrzeug. Ein Anbieterwechsel im nächsten Jahr bringt dann keinen zweiten Bonus beim selben Anbieter. Drittens, ob der Anbieter eine Provision offen ausweist oder nur den Auszahlungsbetrag nennt. Beides ist legitim, aber Sie sollten wissen, welcher Teil des Verkaufserlöses bei Ihnen ankommt.

Ein Vergleichsportal kann helfen, aber es ersetzt nicht das Lesen der Bedingungen. Filtern Sie nach Prämienjahr 2026, nach garantiertem Betrag und nach Auszahlungszeitpunkt. Und speichern Sie Screenshots oder PDFs des Angebots und der Vertragsbedingungen. Wenn sich die Prämie später ändert, haben Sie einen Beleg dafür, was Ihnen zugesagt wurde.

Steuer: Muss die THG-Prämie versteuert werden?

Für private Halter ist die Antwort nach der Auffassung der Finanzverwaltung beruhigend: Prämien aus der THG-Quote im Privatvermögen sind nicht einkommensteuerpflichtig. Die Finanzverwaltung verneint ein privates Veräußerungsgeschäft nach § 22 Nr. 2 in Verbindung mit § 23 EStG, weil es bei den jährlich neu zugeteilten Rechten an einer Anschaffung fehlt. Auch sonstige Einkünfte nach § 22 Nr. 3 EStG liegen nach dieser Auffassung für private Fahrzeuge nicht vor, weil die Quote an einen Stromanbieter oder ein anderes Dienstleistungsunternehmen veräußert wird. Finanztip fasst das so zusammen: Das Geld aus der THG-Prämie müssen Sie nicht in Ihrer Steuererklärung angeben, solange Sie ein ausschließlich privat genutztes Elektroauto fahren.

Anders sieht es bei betrieblichen Fahrzeugen aus. Gehört das E-Auto zum Betriebsvermögen Ihrer Firma, zählt der Erlös zu den Betriebseinnahmen und unterliegt der Einkommensteuer. Dann müssen Sie die Prämie in Ihrer Steuererklärung angeben. Auch umsatzsteuerlich kann ein Unternehmer, der die Quote aus einem betrieblichen Fahrzeug überträgt, anders dastehen als eine Privatperson. Für Privatpersonen, die die Quote aus einem nichtunternehmerischen Fahrzeug übertragen, unterliegt das Entgelt nach der zitierten steuerlichen Einordnung nicht der Umsatzsteuer, weil keine nachhaltige unternehmerische Tätigkeit vorliegt.

Ein Hinweis zur Einordnung: In dieser thg quote e-auto beantragen anleitung wird bewusst von der „Auffassung der Finanzverwaltung“ gesprochen, nicht von einem einzelnen, allgemein zitierten BMF-Schreiben mit Datum und Aktenzeichen. Eine solche konkrete BMF-Schreiben-Angabe ließ sich in der Recherche für diesen Artikel nicht verlässlich belegen, und sie wird hier deshalb nicht behauptet. Was sich belegen lässt, ist die dargestellte Verwaltungsauffassung aus Fachquellen und die Zusammenfassung bei Finanztip. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Fahrzeug privat oder betrieblich zuzuordnen ist, etwa bei einem Dienstwagen mit privater Nutzung oder einem Fahrzeug im Betriebsvermögen mit privater Mitnutzung, klären Sie das vor dem Antrag mit Ihrem Steuerberater. Dieser Artikel ersetzt keine Steuerberatung.

Ein Sonderfall ist die Spende der Prämie: Manche Anbieter bieten an, die Prämie direkt in Klimaschutzprojekte zu spenden. Das kann sinnvoll sein, aber prüfen Sie, welche Organisation dahintersteht und wohin das Geld fließt. Für Spenden über 300 Euro verlangt das Finanzamt grundsätzlich eine Quittung. Lassen Sie sich eine Spendenbescheinigung geben, wenn Sie die Spende steuerlich geltend machen wollen. Oder lassen Sie sich die Prämie auszahlen und spenden Sie selbst an eine Organisation Ihrer Wahl. So behalten Sie die Kontrolle.

Fallen beim Antrag: Abtretung, Doppelvergabe, Datenschutz

Falle 1: Die Quote wird für zwei Jahre vergeben

Der teuerste Fehler bei dieser thg quote e-auto beantragen anleitung ist nicht ein zu niedriger Preis, sondern eine zu lange Bindung. Manche Verträge laufen über zwölf Monate, und innerhalb von zwölf Monaten lässt sich die Prämie zweimal beantragen. Ein Vertrag über zwölf Monate schützt Sie also nicht automatisch davor, dass auch das Folgejahr vergeben wird. Finanztip-Experte Benjamin Weigl warnt deshalb wörtlich: „Achte darauf, die THG-Quote nur für das laufende Kalenderjahr zu verkaufen. Kündige einen Vertrag mit automatischer Verlängerung rechtzeitig.“ Prüfen Sie nach der Anmeldung im Kundenkonto, ob eine automatische Verlängerung oder ein Abo-Modell aktiv ist. Wenn ja, kündigen Sie es schriftlich und lassen Sie sich die Kündigung bestätigen.

Falle 2: Doppelvergabe an zwei Anbieter

Reichen Sie die Quote für dasselbe Fahrzeug und Jahr nicht bei zwei Anbietern ein. Das Umweltbundesamt bescheinigt die Strommenge pro Fahrzeugidentifikationsnummer nur einmal im Jahr. Eine Doppelvergabe führt zur Ablehnung, kostet Zeit und kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass Sie für das Jahr gar keine Prämie bekommen, weil die Klärung länger dauert als die Frist. Ein Antrag pro Fahrzeug und Jahr, bei einem Anbieter, ist die Regel. Wenn ein Antrag abgelehnt wurde und noch keine Bescheinigung vorliegt, können Sie neu einreichen. Wenn eine Bescheinigung vorliegt, ist das Jahr verbraucht.

Falle 3: Unklare Auszahlungsbedingungen

Lesen Sie, wann gezahlt wird. „Nach erfolgreichem Verkauf“ ist etwas anderes als „nach Bescheinigung durch das Umweltbundesamt“. Im ersten Fall tragen Sie das Verkaufsrisiko. Im zweiten Fall bekommen Sie die Prämie, sobald das Amt bescheinigt hat, auch wenn der Anbieter das Zertifikat später schlechter verkauft. Wählen Sie, wenn möglich, die zweite Variante. Und achten Sie auf Klauseln, die eine Auszahlung an Bedingungen knüpfen, die Sie nicht kontrollieren können, etwa an eine Mindestmenge verkaufter Zertifikate des Anbieters.

Falle 4: Zu viele Daten, unklare Datenverwendung

Für den Antrag brauchen Sie in der Regel nur Name, Kontaktdaten, Bankverbindung und den Fahrzeugschein. Sie brauchen keinen Personalausweis-Scan, keine Gehaltsnachweise und keine weiteren Fahrzeugdokumente. Prüfen Sie in der Datenschutzerklärung, an wen Ihre Daten weitergegeben werden und wo sie gespeichert werden. Seriöse Anbieter geben an, dass die Daten nur an das Umweltbundesamt weitergeleitet werden, soweit das für die Bescheinigung nötig ist. Wenn ein Anbieter deutlich mehr Daten verlangt als andere, fragen Sie nach dem Grund oder wählen Sie einen anderen Anbieter. Speichern Sie keine Fahrzeugschein-Fotos in öffentlichen Cloud-Ordnern, und schicken Sie sie nicht über ungesicherte Kanäle.

Falle 5: Werbung mit „bis zu“ ohne garantierten Betrag

Ein Angebot, das nur „bis zu 425 Euro“ verspricht, ohne einen garantierten Betrag zu nennen, ist kein Angebot, auf das Sie sich verlassen können. Fragen Sie nach dem Garantiebetrag. Wenn es keinen gibt, entscheiden Sie bewusst, ob Sie das Risiko eingehen wollen. Für die meisten privaten Halter ist ein garantierter Betrag um 300 Euro oder mehr im Jahr 2026 wertvoller als eine spekulative Chance auf etwas mehr. Das gilt besonders, wenn Sie das Geld fest für Versicherung, Strom oder Wartung eingeplant haben.

Weiterführend zum Thema E-Auto-Kosten: Wer gerade erst überlegt, ob sich ein Elektroauto überhaupt lohnt, findet in unserem Beitrag zur E-Auto-Förderung 2026 eine Übersicht über Prämien und Voraussetzungen, in unserem Kostenvergleich Kaufen oder Leasen 2026 die laufenden Kosten im Vergleich und in unserem Beitrag zu Leasing-Voraussetzungen 2026 die Bedingungen, wenn das Auto nicht gekauft, sondern geleast wird.

Checkliste: In 10 Minuten zum Antrag

  1. Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) bereitlegen, beide Seiten fotografieren oder scannen.
  2. Prüfen, ob Sie als Halter eingetragen sind, und ob der Leasingvertrag die Vermarktung erlaubt.
  3. Bei einem Gebrauchtwagen den Verkäufer fragen, ob die Quote für 2026 schon vergeben wurde.
  4. Mindestens drei Anbieter vergleichen: garantierter Betrag, Modell, Auszahlungszeitpunkt, Laufzeit.
  5. Abtretung ausdrücklich nur für das Kalenderjahr 2026 wählen.
  6. Antrag online stellen, Fahrzeugschein hochladen, Bankverbindung angeben.
  7. Auftragsbestätigung speichern und Auszahlungsbedingungen als PDF sichern.
  8. Nach der Anmeldung prüfen, ob eine automatische Verlängerung aktiv ist, und sie gegebenenfalls kündigen.
  9. Status im Kundenkonto verfolgen, bei Rückfragen schriftlich nachfragen.
  10. Termin für 2027 in den Kalender eintragen, damit die nächste Prämie nicht vergessen wird.

Häufige Fragen zur THG-Quote

Wie beantrage ich die THG-Quote für mein E-Auto 2026?

Wählen Sie einen Anbieter, registrieren Sie sich, laden Sie ein Foto der Zulassungsbescheinigung Teil I hoch, geben Sie Ihre Bankverbindung an und begrenzen Sie die Abtretung auf das Jahr 2026. Der Anbieter reicht den Antrag beim Umweltbundesamt ein. Nach der Bescheinigung und dem Verkauf des Zertifikats wird die Prämie ausgezahlt. Bei den meisten Anbietern endet die Annahme für 2026 am 31. Oktober 2026, beim Umweltbundesamt am 15. November 2026.

Wie hoch ist die THG-Prämie 2026?

Die Prämie ist nicht staatlich festgelegt und schwankt am Markt. Für 2026 nennt Finanztip auf Basis von Verivox-Daten vom 14. Oktober 2026 rund 350 Euro. Gute Angebote liegen über 300 Euro, Spitzenwerte werden mit bis zu 425 Euro angegeben. Entscheidend ist der garantierte Betrag in Ihrem Vertrag, nicht die beworbene Höchstsumme. Express-Modelle zahlen schneller, aber weniger.

Bekomme ich die THG-Prämie auch für ein geleastes oder gebrauchtes E-Auto?

Ja, wenn Sie als Halter eingetragen sind. Beim Leasing prüfen Sie zusätzlich den Vertrag, ob die Quote dem Leasinggeber zusteht. Beim Gebrauchtwagen fragen Sie den Verkäufer, ob die Quote für das laufende Jahr schon vergeben wurde. Pro Fahrzeug und Jahr ist nur eine Bescheinigung möglich, ein zweiter Antrag für dasselbe Jahr wird abgelehnt.

Bis wann kann ich die THG-Quote 2026 beantragen?

Bei den meisten Anbietern bis zum 31. Oktober 2026, bei einzelnen Anbietern bis zum 7. November 2026. Das Umweltbundesamt nimmt Meldungen für 2026 bis zum 15. November 2026 an. In der Praxis zählt die frühere Frist Ihres Anbieters, weil er Ihre Unterlagen noch prüfen und einreichen muss. Warten Sie nicht bis zum letzten Tag.

Kann ich die THG-Quote rückwirkend für 2025 beantragen?

Nein. Eine Nachmeldung für vergangene Jahre ist ausgeschlossen. Sie können die Quote nur für das laufende Quotenjahr beantragen. Wer 2025 versäumt hat, kann das nicht nachholen, aber für 2026 noch rechtzeitig beantragen, solange die Frist läuft, und sich den Termin für 2027 vormerken.

Ist die THG-Prämie steuerfrei?

Für ein ausschließlich privat genutztes E-Auto müssen Sie die Prämie nach der Auffassung der Finanzverwaltung nicht in der Steuererklärung angeben. Gehört das Fahrzeug zum Betriebsvermögen, zählt der Erlös zu den Betriebseinnahmen und ist zu versteuern. Bei Mischfällen, etwa Dienstwagen mit privater Nutzung, klären Sie die Zuordnung vor dem Antrag mit Ihrem Steuerberater.

Warum dauert die Auszahlung mehrere Monate?

Weil der Anbieter viele Anträge bündelt, das Umweltbundesamt die Strommengen prüft und bescheinigt und das Zertifikat danach erst verkauft wird. Jeder dieser Schritte braucht Zeit, besonders bei hoher Nachfrage. Express-Modelle umgehen die Wartezeit, indem der Anbieter den Betrag vorstreckt, dafür ist die Prämie niedriger. Eine Wartezeit von mehreren Monaten ist bei Garantie- und Kombi-Modellen normal.

Was passiert, wenn mein Antrag abgelehnt wird?

Prüfen Sie zuerst den Grund. Bei unleserlichen Unterlagen können Sie korrigierte Fotos nachreichen. Wenn noch keine Bescheinigung für Ihr Fahrzeug vorliegt, können Sie bei einem anderen Anbieter neu einreichen. Wenn die Strommenge schon bescheinigt wurde, etwa weil der Vorhalter die Quote bereits vergeben hat, ist das Jahr für dieses Fahrzeug verbraucht und ein zweiter Antrag für dasselbe Jahr nicht möglich.

Fazit: Jetzt beantragen, aber nur für 2026

Die THG-Quote ist kein kompliziertes Förderprogramm, sondern ein Markt, an dem Sie als E-Auto-Halter teilnehmen können. Diese thg quote e-auto beantragen anleitung zeigt: Der Aufwand ist klein, die Prämie 2026 liegt mit rund 350 Euro auf einem Niveau, das sich lohnt, und die Frist läuft in wenigen Tagen ab. Der wichtigste Schritt ist deshalb nicht der perfekte Anbieter, sondern der rechtzeitige Antrag bei einem Anbieter mit garantiertem Betrag und klaren Auszahlungsbedingungen. Und der zweitwichtigste Schritt ist die Begrenzung auf das Jahr 2026, damit Sie im nächsten Jahr wieder frei wählen können. Wer diese beiden Punkte beachtet, holt sich Geld zurück, das sonst ungenutzt bleibt, ohne sich langfristig zu binden. Quellen für die Zahlen und Fristen in diesem Artikel sind unter anderem Finanztip zur THG-Quote 2026, das Umweltbundesamt als bescheinigende Behörde, die THG-Seite der EnBW zu Ablauf und Fristen sowie die Marktübersicht von Ladeguide zu Berechnungsgrundlagen und Spitzenwerten.

Hinweis: Dieser Artikel gibt den Stand vom 26. Oktober 2026 wieder. Prämien ändern sich mit dem Markt, Anbieterfristen können sich kurzfristig ändern. Prüfen Sie den garantierten Betrag und die Frist Ihres Anbieters vor dem Antrag. Steuerliche Aussagen sind keine Steuerberatung.

Schreibe einen Kommentar