In weniger als einer Woche ist es so weit: Die Zeitumstellung auf die Winterzeit 2026 steht vor der Tür. In der Nacht von Samstag, 24. Oktober, auf Sonntag, 25. Oktober 2026, werden die Uhren um 3 Uhr eine Stunde auf 2 Uhr zurückgestellt – der Zeiger wandert also nachts zurück. Sie bekommen eine Stunde Schlaf geschenkt, doch der Sonntagabend wird dafür schlagartig dunkel. Alles, was Sie zur Zeitumstellung Winterzeit 2026 wissen müssen – Termin, Richtung, Folgen für Schlaf und Verkehr sowie eine praktische Checkliste – finden Sie in diesem kompletten Guide.
Aktuell: Zeitumstellung Winterzeit 2026 im Überblick
| Termin | Nacht von Samstag, 24. Oktober, auf Sonntag, 25. Oktober 2026 |
| Uhrzeit | Um 3:00 Uhr springt die Uhr zurück auf 2:00 Uhr |
| Richtung | Zurück – aus Sommerzeit (MESZ) wird wieder Normalzeit (MEZ, umgangssprachlich Winterzeit) |
| Besonderheit | Der 25. Oktober ist der frühestmögliche Termin – so früh wie zuletzt 2020 |
| Das bedeutet | 25-Stunden-Tag, eine Stunde mehr Schlaf, dafür eine Stunde früher dunkel |
Kurzantwort: Bei der Zeitumstellung Winterzeit 2026 werden die Uhren in der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober 2026 um 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt. Die Nacht hat dann 25 Stunden, danach gilt wieder die Mitteleuropäische Zeit (MEZ). Es ist der frühestmögliche Termin: So früh kam die Umstellung zuletzt 2020, das nächste Mal erst 2037.
Was passiert in der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober 2026 genau?
Der Ablauf der Zeitumstellung ist seit Jahrzehnten immer derselbe und in der EU einheitlich geregelt. Wenn die mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) am Sonntag, 25. Oktober 2026, um 3 Uhr nachts ihr Ende erreicht, werden die Uhren um eine Stunde zurückgedreht. Aus 3:00 Uhr wird wieder 2:00 Uhr – die Stunde zwischen zwei und drei Uhr nachts gibt es damit zweimal. Die Nacht dauert deshalb 25 statt 24 Stunden.
Eine hübsche Besonderheit dieser Nacht kennt in Deutschland vor allem die Zeitbehörde: Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig – per Gesetz für die amtliche Zeit zuständig – nennt den ersten Durchgang der Stunde 2A und den zweiten 2B. Das berichtete die Deutsche Presse-Agentur. Das PTB-Zeitsignal erreicht über den Langwellensender DCF77 in Mainflingen bei Frankfurt am Main unter anderem Funk- und Bahnhofsuhren – sie stellen sich dadurch automatisch um.
Ab diesem Moment gilt in Deutschland wieder die Normalzeit, die Mitteleuropäische Zeit (MEZ). Umgangssprachlich sprechen die meisten von der Winterzeit, offiziell heißt sie aber Normalzeit. Sie gilt bis zum Frühjahr: Am Sonntag, 28. März 2027, geht die Uhr dann wieder eine Stunde vor.
Dass die Stunde doppelt vorkommt, sorgt übrigens regelmäßig für kuriose Geschichten – etwa bei Geburten kurz nach zwei Uhr nachts, bei denen das jüngere Kind auf dem Papier plötzlich das ältere sein kann. Für Sie bedeutet die doppelte Stunde ganz praktisch: ein gemütlicher, längerer Sonntagmorgen. Doch Vorsicht bei Terminen: Wer am Sonntagmorgen zum Beispiel Schichtdienst hat oder einen Flug bucht, sollte sich vergewissern, welche der beiden Stunden gemeint ist.
Zeitumstellung Winterzeit 2026: Warum kommt der Termin in diesem Jahr so früh?
Das Datum der Zeitumstellung ist kein Zufall, sondern folgt einer festen Regel: Die Sommerzeit endet in der EU immer am letzten Sonntag im Oktober. Dieser letzte Sonntag fällt auf einen Tag zwischen dem 25. und dem 31. Oktober. Im Jahr 2026 trifft die Regel auf den 25. Oktober – also auf den allerersten möglichen Tag.
Dass es so früh ist, ist bemerkenswert: So früh wie 2026 kam die Zeitumstellung zuletzt im Jahr 2020. Das nächste Mal, dass der 25. Oktober der letzte Oktobersonntag ist, wird erst 2037 sein. Umgekehrt ist auch das andere Extrem möglich: Im Jahr 2027 endet die Sommerzeit erst am 31. Oktober – dem spätestmöglichen Termin. Die kommende Sommerzeit dauert damit eine ganze Woche länger als die aktuelle.
Passend dazu war die Sommerzeit 2026 besonders kurz: Sie begann am 29. März 2026 und dauerte damit nur 210 Tage. Kürzer geht es nach den EU-Regeln nicht, denn auch der Sommerzeitbeginn folgt einer festen Regel (letzter Sonntag im März). Den Unterschied merkt man sogar am Kalender: Am 25. Oktober 2027 wird es in Berlin noch bis 17:50 Uhr hell sein, in diesem Jahr verschwindet die Sonne an diesem Tag bereits um 16:50 Uhr hinter dem Horizont.
Warum stellen wir die Uhren überhaupt noch um?
Die Sommerzeit ist keine neue Erfindung. Das Deutsche Reich führte 1916 als erstes Land der Welt eine Sommerzeit ein. Nach 1949 war damit in beiden deutschen Staaten vorerst Schluss. Zurück kam die Umstellung im Zuge der Ölkrise: Nachdem die DDR im Oktober 1979 die Sommerzeit für 1980 ankündigte, zog die Bundesrepublik mit – unter anderem, weil alle Bundestagsparteien dieselbe Uhrzeit wie die DDR und Berlin behalten wollten, wie eine Auswertung des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Bundestag zeigt.
Das ursprüngliche Ziel war es, Energie zu sparen: Abends länger hell bedeutet weniger künstliches Licht. Ob das wirklich funktioniert, ist bis heute umstritten. Zwar brennt abends weniger Licht, dafür wird morgens mehr geheizt. Unterm Strich lässt sich laut Umweltbundesamt keine genaue Ersparnis beziffern.
Und wird die Zeitumstellung abgeschafft? Vorerst nicht. Das EU-Parlament stimmte zwar schon 2019 für ein Ende der zweimal jährlichen Umstellung, doch die Mitgliedstaaten sind sich bis heute nicht einig – nicht einmal darüber, welche Zeit dann dauerhaft gelten soll. Die EU-Kommission hat die Umstellungstermine daher schon bis 2031 veröffentlicht. Gestritten wird vor allem um die Frage der festen Zeit: Bei dauerhafter Sommerzeit ginge die Sonne in Aachen am 21. Dezember erst um 9:35 Uhr auf, bei dauerhafter Normalzeit würde es in Berlin im Juni schon um 3:43 Uhr hell. Schlafmediziner wie Alfred Wiater, langjähriger Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin, halten die Normalzeit trotzdem für gesünder.
Die Zeitumstellung und Ihr Körper: Was die eine Stunde wirklich anrichtet
Die gute Nachricht zuerst: Die Umstellung im Herbst gilt als die deutlich harmlosere von beiden. Während im Frühjahr Millionen Menschen eine Stunde Schlaf verlieren und eine Stunde früher aufstehen müssen, schenkt uns die Herbst-Umstellung eine Stunde dazu. Viele Menschen merken den Wechsel kaum. Wer allerdings empfindlich auf Rhythmusänderungen reagiert, spürt auch die Stunde „mehr“: Der Körper stellt sich nicht über Nacht um. Wer gewohnt ist, um 6 Uhr aufzuwachen, liegt nach der Umstellung oft schon um 5 Uhr wach – und fühlt sich abends entsprechend früher müde.
Wie lange dauert es, bis sich der Körper umgestellt hat? Nach einer Auswertung des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Bundestag hat sich der Schlaf meist nach ein bis zwei Wochen angepasst. Das ist der Schnitt über die Bevölkerung – bei manchen geht es schneller, bei anderen dauert es etwas länger. Besonders Menschen mit bestehenden Schlafproblemen, ältere Menschen und Kinder spüren, wenn die innere Uhr aus dem Takt kommt: Müdigkeit, Verdauungsstörungen, Verstimmungen und Konzentrationsschwäche können die Folgen sein, wie die Krankenkasse IKK gesund plus beschreibt.
Der entscheidende Stellfaktor für unsere innere Uhr ist Licht. Der Chronobiologe Prof. Dr. habil. Thomas Kantermann, Experte für Chronobiologie und Gesundheitspsychologie an der FOM Hochschule, sagt dazu wörtlich:
„Der wichtigste Tipp lautet: Tageslicht nutzen. Wer gleich nach dem Aufstehen nach draußen geht, unterstützt die Synchronisation der inneren Uhr.“
– Prof. Dr. habil. Thomas Kantermann, FOM Hochschule (Quelle: fom.de)
Wie wenig Licht wir im Alltag tatsächlich abbekommen, zeigen die Zahlen des Chronobiologen Prof. Dr. Roenneberg: Bei Sonnenschein erreichen wir im Freien 100.000 Lux, bei Regen immerhin noch 10.000 Lux. In geschlossenen Räumen – selbst mit Fenster – sind es dagegen meistens weniger als 400 Lux. Kein Wunder also, dass Kantermann das Draußen-Sein am Morgen so betont: „Viel Tageslicht (draußen!), dunkle, kühle Schlafräume (ca. 19 Grad) und ein stabiler Rhythmus. Das ist die beste Grundlage für erholsamen Schlaf.“
So gewöhnt sich Ihr Schlaf-Rhythmus am schnellsten um
Sie können der inneren Uhr die Arbeit erleichtern, statt sie mit dem Wechsel zu überraschen:
- Rhythmus schon vorher verschieben: Gehen Sie in den Tagen vor dem Wochenende jeden Abend 10 bis 15 Minuten später ins Bett und schieben Sie auch das Abendessen etwas nach hinten. Am Sonntag ist der Sprung dann kaum noch zu spüren.
- Morgens raus ans Tageslicht: Gleich nach dem Aufstehen ein Spaziergang oder wenigstens Frühstück am Fenster – das Tageslicht stellt die innere Uhr am zuverlässigsten.
- Abends Licht drosseln: Etwa drei Stunden vor dem Zubettgehen sollten Sie sich nicht mehr sehr hellem Licht aussetzen. Gedimmtes Licht und ein dunkles Schlafzimmer fördern die nötige Müdigkeit.
- Gleichbleibende Zeiten: Gehen Sie möglichst immer zur gleichen Uhrzeit ins Bett und stehen Sie zur gleichen Zeit auf – auch am Wochenende.
- Schlafhygiene beachten: Abendessen zwei bis drei Stunden vor dem Schlafengehen, Alkohol und Koffein am Abend vermeiden, elektronische Geräte etwa 30 Minuten vor dem Schlafen weglegen.
Ein stabiler Schlaf ist übrigens auch für andere Gesundheitsziele wichtig: Guter Schlaf kann helfen, den Blutdruck zu senken, und ein starkes Immunsystem hängt ebenfalls eng mit erholsamen Nächten zusammen. Wer im Herbst oft müde ist, sollte außerdem die typischen Symptome eines Vitamin-D-Mangels kennen – das kürzere Tageslicht spielt hier eine Rolle.
Früher dunkel: Was die Zeitumstellung für Abende und Straßenverkehr bedeutet
Der spürbarste Effekt der Zeitumstellung ist für die meisten Menschen nicht die Stunde mehr Schlaf, sondern die Stunde weniger Licht am Abend. Über Nacht verliert der Abend eine volle Stunde Tageslicht – und das merkt man sofort, wenn man nach der Arbeit nach Hause fährt oder radelt.
Die Zahlen sind deutlich: In Berlin geht die Sonne am Samstag, 24. Oktober, um 17:52 Uhr unter, am Sonntag, 25. Oktober, schon um 16:50 Uhr. Im Osten wird es zuerst dunkel – in Görlitz ist die Sonne am Sonntag bereits um 16:46 Uhr weg. Im Westen bleibt etwas mehr Zeit: In Köln geht die Sonne um 17:19 Uhr unter, in Aachen um 17:23 Uhr. Dafür kommt das Licht morgens früher: In Hamburg geht die Sonne am Sonntag um 7:06 Uhr auf (in Sommerzeit gerechnet wäre es 8:04 Uhr).
| Stadt | Sonnenuntergang Sa, 24.10. | Sonnenuntergang So, 25.10. |
|---|---|---|
| Berlin | 17:52 Uhr | 16:50 Uhr |
| Görlitz | – | 16:46 Uhr |
| Hamburg | – | Sonnenaufgang So 7:06 Uhr (statt 8:04 Uhr in Sommerzeit) |
| Köln | – | 17:19 Uhr |
| Aachen | – | 17:23 Uhr |
Alle Zeiten laut ostdeutscheallgemeine.com. Der exakte Moment von Sonnenauf- und Sonnenuntergang hängt zusätzlich von Ihrem genauen Standort und der Wetterlage ab.
Für den Straßenverkehr heißt die frühere Dunkelheit vor allem eines: Sichtbarkeit wird wieder zum Thema Nummer eins. Der ADAC warnt jedes Jahr zur Zeitumstellung, wie schlecht Radfahrer im Dunkeln zu erkennen sind – und die Zahlen sind ernüchternd: Ist ein Radfahrer dunkel gekleidet, nimmt ihn ein Autofahrer frühestens aus 25 Metern Entfernung wahr. Mit heller Kleidung sind es 40 Meter. Erst Sicherheitswesten oder Reflektoren lassen den Radfahrer bereits aus 130 bis 140 Metern Entfernung „leuchten“, wie das ADAC Fahrradheft ausführt.
Der ADAC-Experte Christian Schmidt fasst es so zusammen: „Sichtbarkeit ist lebenswichtig.“ Und: „Eine funktionierende Beleuchtung ist in der dunklen Jahreszeit unerlässlich.“ Konkret rät der ADAC: Vorder- und Rückleuchten sowie Reflektoren vorne, hinten, an den Pedalen und in den Speichen müssen einwandfrei funktionieren. Helle, neonfarbene und reflektierende Kleidung erhöht die Sichtbarkeit erheblich. Ein letzter Tipp von Schmidt: Viele Auto- und Motorradfahrer nutzen Tagfahrlicht – das sollte auch für Radfahrer selbstverständlich sein. Tagsüber eingeschaltete Beleuchtung erhöht die Sichtbarkeit enorm. (Quelle: presse.adac.de)
Auch für Autofahrer ändert sich mit der Zeitumstellung einiges. Die Pendlerfahrten am Abend fallen plötzlich in die Dunkelheit – und gerade im Herbst ist die Wildunfallgefahr hoch. Der ADAC weist darauf hin: „Weil Tiere keine Verkehrsregeln und Zeitumstellung kennen, heißt das für Autofahrer ab sofort wieder: Wachsam sein. Besonders dort, wo die Wildwechselschilder stehen.“ Wer den kostenlosen Lichttest im Oktober versäumt hat, sollte spätestens jetzt eine Werkstatt aufsuchen und die Beleuchtung prüfen lassen. Mehr Tipps zur Sichtbarkeit von Radfahrern finden Sie in der ADAC-Meldung zur dunklen Jahreszeit. Den genauen Umstellungszeitpunkt für Deutschland bestätigt timeanddate.com: Am Sonntag, 25. Oktober 2026, werden die Uhren um 3:00 Uhr auf 2:00 Uhr zurückgestellt.
Checkliste: Diese 6 Dinge sollten Sie vor dem 25. Oktober erledigen
Die Zeitumstellung schenkt uns eine Stunde – genau das macht sie tückisch, denn kaum jemand bereitet sich auf ein Geschenk vor. Wer es trotzdem tut, schläft am Sonntag aus, statt um 5 Uhr wach zu liegen. Und fährt am Montagabend aufmerksamer über die Landstraße, wenn es dort plötzlich dunkel ist. Diese sechs Punkte lohnen sich:
- Innere Uhr schon vorher verschieben. In den Tagen vor dem Wochenende jeden Abend 10 bis 15 Minuten später ins Bett gehen und auch das Abendessen etwas nach hinten schieben. So ist der Sprung am Sonntag kaum zu spüren.
- Uhren prüfen: Was stellt sich selbst um, was nicht? Smartphones, Tablets und Laptops sowie Funkwecker erledigen die Umstellung von selbst. Die Uhr im Auto, am Backofen, an der Mikrowelle oder eine Armbanduhr ohne Funksignal dagegen bleibt stur bei der Sommerzeit. Gehen Sie am Sonntagmorgen einmal kurz durch die Wohnung.
- Heizungssteuerung und Zeitschaltuhren anpassen. Vergessen werden vor allem Geräte, die nur nebenbei ticken: Zeitschaltuhren für Lampen oder das Aquarium und die Heizungssteuerung. Ein falscher Zeitplan heizt sonst eine Stunde zu früh – oder gar nicht.
- Smart-Home-Routinen kontrollieren. Wer ein Smart Home hat, sollte zeitgesteuerte Routinen prüfen. Sonst geht das Flurlicht eine Stunde zu früh an oder die Rollläden fahren zum falschen Zeitpunkt hoch.
- Fahrrad- und Auto-Beleuchtung prüfen. Spätestens nach der Umstellung fahren Sie abends im Dunkeln. Lichtanlage, Reflektoren und helle Kleidung sind jetzt Pflichtprogramm – siehe die ADAC-Tipps weiter oben.
- Termine am Sonntagmorgen gegenprüfen. Wegen der doppelten Stunde von 2 bis 3 Uhr kann es bei Schichtdiensten, Terminen oder Buchungen zu Missverständnissen kommen. Klären Sie im Zweifel, welche Stunde gemeint ist.
Was stellt sich automatisch um – und was müssen Sie von Hand machen?
| Gerät | Stellt sich selbst um? |
|---|---|
| Smartphone, Tablet, Laptop | Ja, per Funk- bzw. Netzzeit |
| Funkwecker, Funkuhren, Bahnhofsuhren | Ja, per DCF77-Signal der PTB |
| Armbanduhr (ohne Funk) | Nein, von Hand umstellen |
| Uhr im Auto | Nein, meist von Hand umstellen |
| Backofen, Mikrowelle | Nein, von Hand umstellen |
| Heizungssteuerung, Zeitschaltuhren | Nein, Zeitplan prüfen und anpassen |
| Smart-Home-Routinen | Nein, Routinen einzeln kontrollieren |
Häufige Fragen zur Zeitumstellung Winterzeit 2026
Wird die Uhr bei der Zeitumstellung vor- oder zurückgestellt?
Zurück. In der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober 2026 springt die Uhr um 3 Uhr auf 2 Uhr zurück. Eine einfache Eselsbrücke hilft beim Merken: Im Frühjahr stellt man die Gartenstühle vor das Haus, im Herbst zurück in den Schuppen – genauso wandert der Zeiger. Noch kürzer geht es mit: „Im Winter hinter.“
Bekomme ich wirklich eine Stunde mehr Schlaf?
Ja – die Nacht vom 24. auf den 25. Oktober 2026 hat 25 statt 24 Stunden. Ob Sie die Stunde tatsächlich zum Schlafen nutzen, hängt allerdings von Ihrer inneren Uhr ab: Viele Menschen wachen am Sonntag trotzdem zur gewohnten Zeit auf und sind dann einfach eine Stunde früher munter. Wer empfindlich reagiert, bereitet die innere Uhr am besten in den Tagen vorher vor (siehe Checkliste oben).
Stellt sich mein Smartphone automatisch auf die Winterzeit um?
Ja. Smartphones, Tablets und Laptops beziehen die Uhrzeit per Funk aus dem Mobilfunknetz oder dem Internet und stellen sich automatisch um. Das gilt auch für Funkwecker und Funkuhren, die das DCF77-Signal der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt empfangen. Von Hand umstellen müssen Sie dagegen meist die Uhr im Auto, die Armbanduhr ohne Funk, Backofen, Mikrowelle, Heizungssteuerung und Zeitschaltuhren.
Gilt die Zeitumstellung in ganz Europa?
Ja. Alle EU-Staaten stellen in derselben Nacht von Sommer- auf Normalzeit um – ebenso Nachbarländer wie die Schweiz. Ausnahmen in Europa sind selten: Island verzichtet seit Ende der 1960er-Jahre auf die Umstellung, Belarus und Russland seit 2011 (in Russland gilt seit 2014 dauerhaft die Normalzeit). Die Türkei bleibt seit 2016 ganzjährig in der Sommerzeit: Ab dem 25. Oktober beträgt der Zeitunterschied zur Türkei deshalb zwei Stunden statt einer.
Wie lange braucht der Körper, um sich an die Winterzeit zu gewöhnen?
Meist ein bis zwei Wochen – so lautet die Auswertung des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Bundestag. Die Herbst-Umstellung gilt dabei als die harmlosere, weil sie eine Stunde Schlaf schenkt statt sie zu rauben. Wer die Anpassung beschleunigen will, nutzt morgens Tageslicht, hält gleichbleibende Schlafzeiten ein und drosselt abends das Licht.
Wird die Zeitumstellung abgeschafft?
Vorerst nicht. Das EU-Parlament hat sich 2019 zwar für ein Ende der zweimal jährlichen Umstellung ausgesprochen, doch die Mitgliedstaaten sind sich bis heute nicht einig – auch nicht darüber, welche Zeit danach dauerhaft gelten soll. Die Termine sind daher schon bis 2031 veröffentlicht. Kanadische Forscher raten übrigens: Wenn schon eine feste Zeit, dann lieber die Normalzeit (Winterzeit) als die ewige Sommerzeit – bei dauerhafter Sommerzeit ginge die Sonne in Berlin am 21. Dezember erst um 9:17 Uhr auf.
Was bedeuten die Kürzel 2A und 2B in der Umstellungsnacht?
Weil es die Stunde von 2 bis 3 Uhr in dieser Nacht zweimal gibt, braucht es eine Zusatzangabe, wenn man wissen muss, welches 2:30 Uhr gemeint ist. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig nennt den ersten Durchgang 2A und den zweiten 2B. Auch Software stolpert über die doppelte Stunde: Die Programmiersprache C++ hat dafür sogar eine eigene Fehlermeldung namens „ambiguous_local_time“, übersetzt: mehrdeutige Ortszeit.
Fazit: Die Zeitumstellung Winterzeit 2026 bringt eine Stunde – und nimmt Licht
Die Zeitumstellung Winterzeit 2026 findet in der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober 2026 statt: Um 3 Uhr wird die Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt, die Nacht hat 25 Stunden. Es ist der frühestmögliche Termin – so früh wie zuletzt 2020, das nächste Mal erst 2037. Die gute Nachricht: Sie bekommen eine Stunde Schlaf geschenkt, und die Herbst-Umstellung verträgt der Körper meist besser als die Frühjahrs-Umstellung. Die schlechte Nachricht: Ab dem 25. Oktober wird es abends eine Stunde früher dunkel – in Berlin ist die Sonne schon um 16:50 Uhr weg. Bereiten Sie daher Ihre innere Uhr ein paar Tage vorher vor, prüfen Sie Uhren, Heizungssteuerung und Smart-Home-Routinen – und denken Sie daran: Im Straßenverkehr ist Sichtbarkeit jetzt lebenswichtig.
Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei anhaltenden Schlafproblemen oder gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

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